Kfz-Werkstätten im AK-Check: Große Preisunterschiede bei den Stundensätzen und bei der Pickerl-Überprüfung

Linz (OTS) – Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat bei 108
oberösterreichischen
Werkstätten die Kosten einer Arbeitsstunde von Kfz-Mechaniker:innen,
Spengler:innen und Lackierer:innen und für die Pickerl-Überprüfung
erhoben. Die Preise variieren stark: Werden für die Pickerl-
Überprüfung im günstigsten Bezirk Schärding durchschnittlich 55 Euro
verrechnet, betragen die Kosten in Steyr im Schnitt 79 Euro.

– Im Durchschnitt kostet die Mechaniker:innen-Stunde 139 Euro, die
Spengler:innen-Stunde 197 Euro und die Lackierer:innen-Stunde 202
Euro.

– Die Bandbreite der Mechaniker:innen-Stundensätze reicht von 75 Euro
bis zu 303,22 Euro. Bei Spengler:innen und Lackierer:innen liegen die
erhobenen Kosten zwischen 106,80 Euro und 248,28 Euro pro Stunde.

– Im Vergleich zu 2024 sind die Stundensätze um rund fünf Prozent
angehoben worden.

Überprüfung nach §57a inklusive Pickerl

– Für die Pickerl-Überprüfung werden durchschnittlich 70 Euro
verrechnet.

– Beim günstigsten Anbieter kostet sie 47,90 Euro, beim teuersten
92,28 Euro.

– Zwei Werkstätten verrechnen bei Dieselfahrzeugen mehr als bei
Benzinern.

Rabatte bei Autofahrerklubs – jedoch nur für Mitglieder
Für die Pickerl-Überprüfung verlangt der ARBÖ in ganz Oberösterreich
69,40 Euro inkl. Plakette, der ÖAMTC 57,60 Euro inkl. Plakette. Der
Stundensatz bei Mechaniker:innen beträgt beim ARBÖ in der ersten
Stunde 92,70 Euro (erste Viertelstunde gratis), danach 123,60 Euro
für jede weitere Stunde.

Tipps

– Verlangen Sie vor Auftragserteilung einen schriftlichen
Kostenvoranschlag. Dieser ist grundsätzlich kostenlos, außer die
Werkstatt weist vorher darauf hin (z.B. in den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen).

– Die Stundensätze hängen teilweise von der Automarke bzw. vom Modell
und von der zu erbringenden Leistung ab.

– Lassen Sie sich durchgeführte Reparaturarbeiten erklären und
besprechen Sie Unklarheiten in der Rechnung sofort bei Übernahme.

– Pickerl-Überprüfungen werden im Rahmen eines (Jahres-) Service von
manchen Unternehmen gratis oder verbilligt durchgeführt. Erkundigen
Sie sich.

Achtung!
Die Fehlersuche durch eine Werkstätte ist grundsätzlich nicht
kostenlos. Legen Sie eine Preisobergrenze fest (bestenfalls
schriftlich, z.B. per Mail), bis zu der Kosten anfallen dürfen, ohne
dass Rücksprache mit Ihnen gehalten werden muss. Gerade bei älteren
gebrauchten Fahrzeugen kann ansonsten die Fehlersuche sogar den Wert
des Autos übersteigen.

Die gesamte Erhebung und alle Preise finden Sie hier .